Behandlungsmöglichkeiten

Behandlungsmöglichkeiten bei Erkältung: Hausmittel und Medikamente

Es beginnt mit einem Kitzeln in der Nase oder einem Kratzen im Hals: Sie haben sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Erkältung eingehandelt. Das kann verschiedene Ursachen haben, doch eine Ansteckung mit Viren, die Schnupfen und die weiteren Symptome auslösen, spielt immer eine Rolle. Für die Behandlung einer Erkältung gibt es zahlreiche Hausmittel und Medikamente, die bei Erkältungsbeschwerden helfen können.

 

Bewährte Hausmittel zur Linderung der Symptome

Bei einer verstopften Nase können Inhalationen mit heißem Wasserdampf und ätherischen Ölen Erleichterung bringen, denn der Wasserdampf bewirkt eine Befeuchtung der Atemwege. Das verdickte Sekret wird verflüssigt, was eine bessere Atmung ermöglicht. Die Hinzufügung von Kochsalz beim Inhalieren ist überflüssig, weil die Moleküle des Minerals nur in geringen Mengen in den Dampf übergehen. Eine Nasenspülung mit Kochsalz dagegen bewirkt eine Verringerung der Erreger auf den Schleimhäuten. Gegen den lästigen Husten und das raue Gefühl in der Rachengegend helfen warme Getränke mit Honig und der traditionelle Zwiebelsirup. Die Inhaltsstoffe der Zwiebel lösen den Husten und wirken antiseptisch. Auch Säfte wie der Apfel-Johannisbeersaft und eine heiße Hühnersuppe haben sich bewährt. Feuchte Wickel wie Brustwickel und Wadenwickel helfen bei Bronchitis und Fieber. Eine Schwitzkur kurbelt das Immunsystem an: Hierbei wird heißer Holunderblüten- oder Lindenblütentee getrunken, was das Schwitzen bei der anschließenden Bettruhe fördert.

 

Hilfe aus der Apotheke

Apotheken bieten eine Vielzahl frei verkäuflicher Arzneimittel gegen Erkältungskrankheiten an. Hierzu gehören Kombipräparate, die von Husten und Schnupflu-1006045_1280fen bis Gliederschmerzen alle Symptome abdecken, sowie Mittel, die gezielt gegen einzelne Symptome wirken. Beliebt sind abschwellende Nasentropfen und -sprays, die allerdings nicht zu lange verwendet werden sollten. Pastillen und Bonbons mit Salbei und anderen Kräuterextrakten haben sich bei Halsschmerzen ebenso bewährt wie Gurgellösungen. Hustenanfälle, die insbesondere die Nachtruhe stören, lassen sich durch Hustenreiz dämmende Medikamente lindern. Gegen Muskel- und Gliederschmerzen finden Sie in der Apotheke verschiedene Mischungen für Erkältungsbäder. Wichtig ist, dass das Badewasser nicht zu heiß ist und das Bad nicht zu lange dauert. Denn beides belastet Körper und Kreislauf. Bei Fieber und schwerwiegenderen Symptomen sollte der Arzt aufgesucht werden. Denn die Symptome einer normalen Erkältung und die einer ernst zu nehmenden Virusgrippe sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Vor allem schwangere und stillende Frauen sollten sich von einem Arzt bei der Behandlung ihrer Erkältung und der Wahl der Medikamente beraten lassen.

 

Die wichtigste Maßnahme: Bettruhe

Bei Fieber ist in jedem Fall Bettruhe angezeigt: Die erhöhte Temperatur ist ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen die Erreger kämpft, und so sollten Sie Ihren Körper bei seiner Abwehrarbeit möglichst wenig stören. Es hat sich erwiesen, dass der Körper bei Bettruhe und ausreichend Schlaf seine Abwehr besser mobilisieren kann. Außerdem ist der Krankheitsverlauf in der Regel kürzer und unkomplizierter, wenn die Erkältung nicht unnötig verschleppt wird. Sollten Sie zu den Patienten gehören, bei denen sich im Liegen die Verstopfung der Atemwege verschlimmert, können Sie den Kopf höher lagern, um die wichtige Nachtruhe zu gewährleisten. Die körpereigene Immunabwehr ist das einzige Mittel, das gegen die Virusinfektion bei einer Erkältungserkrankung wirklich hilft. Die Behandlung bei Erkältung mit Hausmitteln und Medikamenten dient hauptsächlich der Linderung von Symptomen.