Die Erkältung

Erkältungskrankheiten: Entstehung und Verlaufallergy-18656_1280

Alle Jahre wieder – besonders zu Beginn der kalten Jahreszeit – häufen sich die Fälle von Erkältungskrankheiten. Eine Erkältung ist eine Atemwegsentzündung, die oft nach Kälteeinwirkung auftritt. Sie ist die häufigste Infektionskrankheit beim Menschen überhaupt. Die Ursache hierfür ist eine Virusinfektion, die besonders bei einem geschwächten Immunsystem schnell zu einer Erkältungserkrankung führen kann. Die Symptome sind individuell verschieden, doch gibt es auch typische Merkmale für den Verlauf einer Erkältung.

 

Risikofaktoren für eine Erkältung

Unterkühlung ist ein Hauptrisikofaktor, der bei vielen Erkrankungen eine Rolle spielt. Sollten Sie sich bei Ihrem letzten Spaziergang beispielsweise nicht richtig gekleidet oder sich gar nasse Füße geholt haben, kann es leicht passieren, dass sich nach etwa 12 bis 72 Stunden die ersten Anzeichen einer Erkältung zeigen. Auch Stress und Schlafmangel erhöhen das Risiko. Die eigentliche Ursache sind Viren, gegen die sich die geschwächte Immunabwehr des unterkühlten Körpers nicht richtig zur Wehr setzen kann. Insgesamt gibt es über 200 Arten dieser Viren, die einen Schnupfen oder andere Erkältungssymptome verursachen können. Die Ansteckung erfolgt durch die sogenannte Tröpfcheninfektion. Durch das Niesen und Husten erkrankter Personen, aber auch durch Sprechen gelangen kleine Schleimtröpfchen in die Luft, die eingeatmet werden. So gelangen die Erreger in den Körper und können die Infektion in Gang setzen. Einfacher Körperkontakt wie Händeschütteln ist ein weiterer Weg der Übertragung. Auch gebrauchte Taschentücher, Bestecke, Tassen und andere Gegenstände der Infizierten können an einer Ansteckung schuld sein.

 

Typische Symptome einer Erkältungserkrankung

Zu Beginn des Krankheitsverlaufs kommt es typischerweise zu einem trockenen, unangenehm kratzenden Gefühl in der Nase und an der Hinterwand des Rachens. Die Temperatur ist leicht erhöht. Sie frösteln und fühlen sich matt, Ihre Nase ist verstopft. Die Ursache ist eine Schleimhautschwellung aufgrund verstärkter Durchblutung. Die Luftwege sind verschlossen durch große Schleimmengen, die die Erreger fortschwemmen sollen. Auch Niesen und Husten sind eine Abwehrreaktion des Körpers gegen die Reizung der Atemwege. In der Nacht sind die Hustenanfälle besonders störend. Da der vermehrte Schleim nicht so oft abgehustet wird, versperrt er die Atemwege. Die Folge ist, dass nun durch den Mund kalte Luft eingeatmet wird, was die Atemwege noch zusätzlich reizt. Hinzu kommen häufig Kopfweh sowie Muskel- und Gliederschmerzen. Bei einfachen Erkältungen dauert es etwa eine Woche, bis die Symptome abklingen. Sollte zu der durch Viren verursachten Erkältung noch eine bakterielle Infektion hinzukommen, so kann die Erkrankung bei deutlich schwereren Symptomen zwei bis drei Wochen andauern.

 

Erkältungen bei Kindern und älteren Menschen

Insbesondere jüngere Kinder sind häufig von Erkältungsbeschwerden betroffen. Das liegt vor allem daran, dass ihr Immunsystem noch nicht trainiert ist, und fast jeder Kontakt mit einem neuen Erkältungsvirus zu einer Erkrankung führt. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn sie zwischen sechs und zehn Mal im Jahr erkranken. Wichtig ist, bei den ersten Symptomen schnell zu handeln, damit es nicht zu Komplikationen wie Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung kommt. Personen im fortgeschrittenen Alter sind bei Erkältungskrankheiten besonders gefährdet, weil ihr Immunsystem häufig geschwächt ist. Wenn neben den typischen Symptomen beim Verlauf der Erkältung noch steigende Temperatur, Atembeschwerden und Schmerzen in der Brust auftreten, können dies Warnsignale für eine beginnende Lungenentzündung sein.