Fit mit der Zwiebel

Die Zwiebel als absolutes WundermittelEndlich Frühjahr! Die dicken Wintersachen kommen in die Kiste, die Freude auf warme Tage und leichte Kleidung ist groß. Mit dem Vergnügen kommt aber die Gefahr von Erkältungen, denn oft trügt der (Sonnen)Schein. Damit Sie möglichst beschwerdefrei durch den Frühling kommen, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Das Zwiebelprinzip

Sieben Häute werden der Zwiebel nachgesagt, die sie vor äußeren Einflüssen schützen und die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Selbst wenn eine Hülle verbraucht ist, helfen die anderen Schalen, den nützlichen Kern zu bewahren. Das Zwiebelprinzip haben sich längst Outdoorsportler zu Nutzen gemacht. Mehrere dünne Schichten an Kleidung tragen dazu bei, bei jeder Witterung richtig ausgerüstet zu sein. Fasern, die die Feuchtigkeit vom Körper weg transportieren, werden dabei direkt auf der Haut getragen. Darüber kommt eine Lage saugfähiger Textilien, den Abschluss bildet Wind- und Regenfestes.

Diese Erkenntnis lässt sich einfach und ohne größeren Aufwand von jedermann für den Berufsalltag und die Freizeit übernehmen. Ein Top oder Achselhemd, dann das T-Shirt oder der Pullover, drüber eine dünne Jacke. Nun können der launische April und die Eisheiligen Mitte Mai ihre Kapriolen schlagen. Rasch lässt sich an- und ausziehen, was für unterschiedliche Tageszeiten, die kalten Schattentemperaturen oder die bereits kräftigen Sonnenstrahlen unerlässlich ist. Wenn dann die äußerste Hülle noch wetterfest ist, dürfen sogar noch Schneeflocken fallen, ohne dass der Körper mit einer Erkältung reagiert.

Saft aus der Zwiebel – schleimlösend und antibakteriell

Frühlingszwiebel, Schalotte, Speisezwiebel und Knoblauch sind aber nicht nur durch ihre Hüllen ein Vorbild. Die ätherischen Öle, die sämtlichen Arten von Allium, so der botanische Name, gemeinsam haben, bringen im Frühjahr den Stoffwechsel auf Trab. Sie gelten als immunstärkend, antibakteriell und hilfreich, wenn sich bereits eine Erkältung eingestellt hat. Aus Speisezwiebeln lässt sich mit Honig ein Hustensaft zubereiten, Zwiebelsaftzubereitungen gibt es in Apotheken und im Reformhaus.

Das Rezept für Zwiebelhustensaft ist ganz einfach: eine Küchenzwiebel wird fein gehackt, mit Kandiszucker aufgekocht. Der fertige Sud durch ein Sieb passiert und nach dem Erkalten teelöffelweise eingenommen. Alternativ kann der Hustensaft auch mit Honig zubereitet werden. Damit die wertvollen Enzyme des Honigs nicht zerstört werden, setzt man diesen Saft kalt an. Auf eine Tasse klein geschnittene Zwiebeln kommen drei Esslöffel Honig. Das Ganze lässt man zugedeckt oder abgefüllt in ein Glas zwölf bis vierundzwanzig Stunden ziehen. Diese Zubereitung sollte nicht länger als einen Tag aufbewahrt werden. Verbraucht wird sie direkt aus dem Glas.

Vitaminreiche Salate für die Frühjahrskur

Zugegeben, geschmacklich ist Hustensaft aus der Zwiebel gewöhnungsbedürftig und sicher nicht jedermanns Sache. Wer ihn so gar nicht hinunter bekommt, ist gut beraten, wenn vorbeugt. Frische Salate statt mit Essig mit Zitronen- oder Orangensaft angemacht sind eine Vitaminbombe. Nach der langen Winterzeit ist die Abwehrkraft des Körpers geschwächt, er profitiert von Mineralien und Vitaminen, die jetzt die Saisonsalate mit sich bringen. Auch Herbes ist nun gefragt, um den Stoffwechsel anzuregen. Peppen Sie Ihren Salat also ruhig mit zartem Löwenzahn und Sauerampferblättern auf. Garnieren Sie ihn mit Bärlauchblüten, frischem Schnittlauch und runden Sie ihn mit saftigen Ringen aus Frühlingszwiebeln ab.