Vitamine und Abhärtung

Erkältung vorbeugen durch Vitamine und Abhärtung.In der Bergen fiel bereits Anfang September der erste Schnee. Jetzt ist die richtige Zeit, sich auf die langen Wintermonate vorzubereiten, um sie möglichst ohne Erkältung zu überstehen. Natürliche Abhärtung und ein kräftiger Vitaminschub helfen uns, die Abwehrkräfte zu mobilisieren und bis weit in den Winter hinein zu stärken.

Vitamine gegen Erkältung

Die Natur macht es uns leicht, unsere Vitamin- und Mineraldepots im Herbst aufzufüllen. Die Erntezeit an frischem, regionalem Obst und Gemüse erlebt einen letzten Höhepunkt. Neben Beeren und Äpfeln finden wir einheimische Paprika, die eine richtige Vitamin-C-Bombe ist. Auch Kohlarten, die jetzt reichlich auf dem Markt kommen, liefern mehr Vitamine als so manches über weite Strecke transportierte Obst aus tropischen Ländern. Im Oktober beginnt die Erntezeit der italienischen Orangen, die uns den ganzen Winter über mit dem wertvollen Vitamin C versorgen. Frischem Obst und Gemüse ist bei der Versorgung mit essentiellen Vitaminen der Vorzug gegenüber Fertigpräparaten zu geben. Denn die Nahrungsmittel bieten uns noch mehr: Durch das Zusammenspiel der Vitamine, Mineralien und den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen tragen sie dazu bei, dass jeder Inhaltsstoff vom Körper besser aufgenommen werden kann als bei industriell hergestellten Pulvern und Tabletten.

Kalte Füße ade

Wir alle kennen es: Erst klagt man den ganzen Abend über kalte Füße, das Einschlafen fällt schwer und am nächsten Morgen wacht man mit Halsschmerzen auf. Schlecht durchblutete Füße und Beine machen anfällig für Erkältungskrankheiten. Mit einem einfachen Hausmittel lässt sich das Übel, das als frauentypisch gilt, schnell vertreiben.

Fast klingt es schon wie der homöopathische Grundsatz, nämlich Gleiches mit Gleichem zu vertreiben: Gegen kalte Füße hilft am besten Kälte! Natürlich nicht dann, wenn man unbeweglich in womöglich engen Schuhen steckt. Die Durchblutung der Füße – und somit auch der Beine – und die kreislauffördernde, Abwehrkräfte mobilisierende Wirkung wird dann angeregt, wenn man barfuß im kalten Wasser watet. Ein sonniger Herbsttag ist dazu genau das Richtige. Raus in die herbstlich bunten Wälder, rein in nicht mehr bewirtschaftete Wiesen mit ihrem herrlichen Morgentau. Flache Bäche oder seichte Seeufer sind zum Wassertreten ideal. Danach fühlt man sich wunderbar entspannt und angeregt zugleich.

Wassertreten in der Kneippanlage

Wem das zu “wild” ist, findet in vielen Orten schön angelegte Kneippanlagen, in denen sich das gesunde Ritual vollziehen lässt. Diese Anlagen eignen sich auch für all diejenigen, die lieber sicheren Boden und einen festen Halt vorfinden möchten. Denn Haltestangen sorgen dort dafür, dass man nicht ins Rutschen kommt. Wer in einer Gegend wohnt, wo früh schon die ersten Schneeflocken liegen bleiben, darf das Wassertreten gegen Schneegehen austauschen.

Wichtig ist, dass nach dem kalten Vergnügen die Füße ausnahmsweise nicht zu gründlich abgetrocknet werden. Socken aus Naturmaterial nehmen die restliche Feuchtigkeit auf. Das trägt dazu bei, dass sich sehr schnell eine wohlige Wärme von den Zehen bis zum Kopf ausbreitet.

Das ansteigende Fußbad

Kratzt es bereits im Hals und macht sich schon der erste Niesreiz in der Nase bemerkbar, kann ebenfalls eine Kneipp’sche Methode die drohende Erkältung noch aufhalten. Das ansteigende Fußbad hat eine vielfache Wirkung auf den Körper: Es fördert das Einschlafen, hilft bei Durchblutungsstörungen und kalten Füßen, ja, es kann sogar bei Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen die Beschwerden lindern.

Dazu nimmt man am besten eine Fußwanne und füllt sie knöcheltief mit etwa 33 Grad warmem Wasser. Nach und nach gibt man heißes Wasser dazu, bis eine Temperatur von rund 40 Grad erreicht wird. Eine Dauer von 20 Minuten ist ideal, danach dienen weitere 20 Minuten der Ruhe – falls man es nicht vorzieht, anschließend sofort ins Bett zu gehen. Ganz nach Belieben können noch durchblutungsfördernde Badezusätze in das Wasser gegeben werden.